Fakten aus der Gerüchteküche

Di, 18. Apr. 2017

Kuhglocken auf dem Land? Nein, das wollen wir nicht, der Lärm stört. Glockengeläut bei Kirchen? Auf keinen Fall, die sind zu laut! Partygänger auf der Strasse, die das Nachtleben geniessen? Lieber nicht, sie bringen einem um den Schönheitsschlaf. Der Flüsterer kratzt sich ob solcher Meldungen, die schon fast an der Tagesordnung sind, regelmässig am Kopf. Am meisten ärgert er sich über Leute, die in der Stadt wohnen und am liebsten Ruhe wie in einem Kloster hätten. Solche Menschen (konkret sind es deren zwei) gibt es auch im Breitenrainquartier. Sie regen sich fürchterlich darüber auf, dass alle zwei Wochen während knapp zwei Stunden Fans des FC Breitenrain ihre Mannschaft mit Megaphon und Glocken anfeuern. Rückendeckung bekamen die geplagten Anwohner von Regierungsstatthalter Christoph Lerch (SP). Denn jetzt können sie (selbstverständlich ganz leise) feiern. Die Baudirektion des Kantons Bern hat nämlich entschieden: «Es dürfen keine geräuschintensiven Instrumente wie Signalhörner, Trommeln, Rasseln, Pfeifen, Megaphone oder Ähnliches verwendet werden.» Die Verantwortlichen des FC Breitenrain um Präsident Claudio A. Engeloch und Sportchef Christoph Schöbi sind enttäuscht (siehe unten Zitat der Woche). Der Entscheid hat auch Claude Grosjean (GLP), der im Mai gegen Statthalter Lerch zu einer Kampfwahl antritt, auf den Plan gerufen. Auf Facebook bezeichnet er das Paukenverbot während des Tages als «irgendwie gaga». Und Alt-Stadträtin Su Elsener (GFL) schreibt: «Ein unglaublicher Entscheid, Herr Lerch! Sie praktizieren ‹für einzelne, statt für viele›… da haben Sie wohl den parteieigenen Slogan etwas falsch verstanden!» Zur Erinnerung: Die SP wirbt mit dem Spruch «Für alle statt für wenige». Der Slogan will im Lärm-Streit im «Breitsch» irgendwie nicht so recht passen. Übrigens: In den sozialen Medien wird aufgerufen, am 22. April auf dem «Spitz» beim nächsten Heimspiel des FC Breitenrain gegen den SC Brühl lautstark – ohne Pauken und ohne Megaphon – die eigene Mannschaft zu unterstützen (mehr zum Match auf Seite 5).


Als der Flüsterer letzte Woche gemütlich auf Balkonien eine Wurst auf dem Grill brutzelte, entdeckte er erstmals in diesem Jahr Bienen, die um seinen Kopf schwirrten. Ob sie auf dem Weg in den Kursaal waren? Gut möglich, denn dort gibt es neuerdings einen Bienenstock. Kursaal-CEO Kevin Kunz hat entschieden, dass haus- eigene Bienen für ein buntes und blühendes Bern genau das Richtige sind. Der produzierte Kursaal-Honig wird für verschiedenste Zwecke weiterverwendet: Hausgemachte Honigglace, Trüffelhonig für die Käseauswahl im Restaurant Meridiano, Honig am Frühstücksbuffet im Hotel Allegro und auch zum Verkauf im Shop. Die Bienen werden professionell von Imker Stefan Wehrli betreut, welcher schon seit 2007 nach den Richtlinien der biologischen Imkerei arbeitet. Der Bienenstock im Kursaal ist übrigens keine Premiere in Bern. Bereits seit einigen Jahren produzieren eigene Bienen auch im Hotel Schweizerhof Bern von Direktorin Iris Flückiger Honig, der hausintern für verschiedenste Zwecke verwendet wird.


Fleissig wie eine Biene war in den letzten Monaten auch Oli Kehrli. Vielerorts trat er auf, zuletzt intonierte er am Gurtenbier-Osterschoppen auf Einladung von FeldschlösschenCEO Thomas Amstutz und SalesArea-Manager Ueli Reinhard vor grossem Publikum den Berner Marsch à la Kehrli. Just wenn die richtigen Bienen aber arbeiten – im Sommer – macht der beliebte Berner Chansonnier eine wohlverdiente Pause. Wer Oli Kehrli noch ein letztes Mal vor dieser Pause an einem abendfüllenden Konzert erleben möchte, kann dies diesen Freitag, 21. April, in der Mahogany Hall in Bern tun.


Werden Sie im April Eltern? Und wird das Kind eine Tochter? Dann könnten Sie es Bea oder Lea taufen – gleich wie das Mädchen und die Kuh in der Werbekampagne der BEA, die am Freitag, 28. April, startet. Die BEAVerantwortlichen um Franziska von Weissenfluh, VR-Präsidentin der Bernexpo Holding AG, schenken allen im Monat April frischgeborenen Mädchen namens Bea oder Lea aus dem Kanton Bern einen lebenslangen Gratiseintritt an die Messe. Und dazu gibts auch noch ein Goodie-Paket. Ob das Anreiz genug ist, sein Kind nach einer Kuh zu taufen, überlässt der Flüsterer den werdenden Eltern.


Profiboxer Alain Chervet (Bild rechts von Bernerbär-Fotografin Alexandra Schürch) sorgte am letzten Boxing Day im Kursaal für das Glanzlicht. Der Super-Leichtgewichtler aus Zollikofen besiegte unter den Augen seines Onkels, Box-Legende Fritz Chervet, den favorisierten Tansanier Emilio Norfat durch technischen K.o. in der 4. Runde. Am Samstag, 13. Mai, tritt Boxer Alain Chervet (13 Siege in 15 Profikämpfen, 2 Unentschieden) wieder im Kursaal auf – diesmal nicht im Ring, sondern als Jury-Mitglied der Miss-Bern-Wahl (mehr dazu auf Seite 13).

REAKTIONEN AN fluestertuete@bernerbaer.ch

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