EINE ZUGFAHRT NACH ZERMATT: KEINE VISIONEN OHNE BRILLENTUCH

Di, 18. Apr. 2017

Ich sitze im Zug Richtung Zermatt und freue ich mich auf die bevorstehenden Aufgaben anlässlich des Zermatt Unplugged. Auf der Fahrt leiste ich mir den Luxus, einen Moment lang nichts zu tun: Ich geniesse einfach den prächtigen Ausblick auf den Thunersee und die Bergwelt oder beobachte meine Mitreisenden.

Alle arbeiten am Smartphone oder Laptop. Plötzlich entdecke ich mit leichtem Schaudern all die trüben Brillengläser meiner hochbeschäftigten Reisegefährten. Sind sie sich gewohnt, durch Nebel zu blicken, keinen Durchblick zu haben? Oder ist es sogar hilfreich, mit weniger Durchsichtigkeit in die weitere Zukunft zu schauen?

Mein Vorschlag: Anstatt über Betrübtheit und Trübsal zu klagen: Kauft Brillentücher; denn Klarheit schafft Klarheit. Es lohnt sich, zeitwiese den Optimismus zu erzwingen. Hingegen gibt es Momente, in denen man auch ein Auge zudrücken muss, es gilt für jene, denen mein Text nicht gefällt, sonst heisst es dann in meiner nächsten Kolumne: Auge um Auge, Zahn um Zahn.

Schlussendlich halte ich mich an die Aussage von Saint-Exupéry: «L'essentiel est invisible pour les yeux.»

redaktion@bernerbaer.ch

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