Magic Five Als Quintett in der Mühle Hunziken

Di, 14. Feb. 2017

Die Magic Five treten meist zu dritt auf. Nicht so am letzten Samstag, als Mario Capitanio, Bruno Dietrich und Peter Enderli noch zwei Gastmusiker für den Gig in der Mühle Hunziken aufboten: Phipu «Bluedög» Gerber und Stefan W.Müller machten das Trio zum Quintett und begeisterten die rund 200 Besucher vom ersten bist zum letzten Ton. Das war nicht selbstverständlich, zumal Mario Capitanio noch eine Grippe auszukurieren hatte (siehe auch Interview unten).

TEXT/INTERVIEW MARKUS EHINGER FOTOS ANDREAS VON GUNTEN

Interview mit Mario Capitanio, ein Teil des Trios Magic Five, zu dem noch Bruno Dietrich und Peter Enderli gehören.

Bernerbär: Meist sind Sie zu Dritt unterwegs, warum heisst die Band eigentlich Magic Five?
Mario Capitanio: Es gibt wohl keine Frage, die uns öfter gestellt wird. Der Grund? Weil wir Witzbolde sind. Die Idee, die Band Magic Five zu nennen, hatte Bruno Dietrich. Wir fanden das einfach lustig. Mittlerweile haben wir etwa sechs Erklärungen für den Namen.

Und wie lauten diese Erklärungen? Es sind nicht alle jugendfrei und in der Zeitung druckbar. Eine der Antworten, die wir auf die Frage nach dem Namen geben, ist die, dass wir unsere multiplen Persönlichkeiten hinzugerechnet haben (lacht).

Am Konzert in der Mühle Hunziken (siehe oben) waren Stefan W. Müller und Phipu «Bluedög» Gerber mit Ihnen auf der Bühne. Wie kommts jeweils zu diesen Zusammenarbeiten?
Stefan W. Müller ist immer mal wieder mit uns auf der Bühne. Phipu Gerber ersetzte in der Mühle Hunziken Pascal Dussex, der das Wadenbein brach. Wir sind bei der Zusammenstellung der Band flexibel. Je nach Konzert nehmen wir Gastmusiker hinzu, wenn wir zum Beispiel noch einen Keyboarder dabei haben wollen. Meist sind wir aber zu dritt unterwegs.

Magic Five hat mit Ihnen und Bruno Dietrich gleich zwei Leadsänger. Wie funktioniert das Zusammenspiel? Das geht sehr gut. Weil wir oft singen, sind wir auch immer mal wieder etwas angeschlagen. Momentan bin ich zum Beispiel gerade daran, eine Grippe auszukurieren. In solchen Momenten können wir uns ergänzen, indem wir uns gegenseitig entlasten.

Peter Enderli und Sie standen schon oft mit Polo Hofer auf der Bühne. Welche Anekdoten können Sie uns erzählen?
Oh, da gäbe es Tausende Anekdoten. Es kommen mir aber gerade nur solche in den Sinn, die nicht in die Öffentlichkeit gehören (lacht).

Haben Sie Kontakt zu Polo Hofer? Wie geht es ihm gesundheitlich?
Letztmals habe ich ihn in der Altjahreswoche 2016 besucht. Er hat zwar an Gewicht verloren, befindet sich aber auf dem Weg zur Genesung. Es geht in eine positive Richtung.

Zurück zu Magic Five. Was macht die Band aus?
Wir spielen vor allem Coversongs. Diese Songs interpretieren wir aber auf unsere eigene Weise und lassen uns sehr viel Spielraum. Wir halten uns nicht an die Vorlage der Originalsongs, sondern improvisieren und «jamen» innerhalb der Stücke. Wenn wir aber neue Songs in unser Repertoire aufnehmen, spielen wir die zu Beginn harmonisch.

Welche Songs kommen am besten an?
Alle Rock'n'Roll-Songs sind besonders beliebt. Labamba darf an keinem Konzert fehlen, das wollen die Leute einfach hören. Wir toben uns über die letzten 60 Jahre der Musikgeschichte aus – von Frank Sinatra bis hin zu aktuellen Songs. Beliebt ist jeweils vor allem unser 70er-Jahre-Disco-Block.

Wie wählen Sie Songs aus, die Sie neu ins Repertoire aufnehmen wollen?
Das entscheiden jeweils Bruno Dietrich und ich gemeinsam. Wir haben aber festgestellt, dass es auch Songs gibt, die eher nicht funktionieren oder nicht so gut ankommen. Die kippen wir dann wieder aus dem Repertoire. Einer meiner liebsten BeatlesSongs ist zum Beispiel Strawberry Fields Forever. Der ist aber dermassen abgefahren und «spacig», dass er bei uns als Trio nicht richtig funktioniert hat.

Sie und Bruno Dietrich schreiben auch eigene Songs. Warum spielen Magic Five nie solche Lieder?
Wir wollen das nicht vermischen. Als Magic Five sind wir eine Cover-Band.

Wo spielen Sie am liebsten? In Clubs wie der Mühle Hunziken oder an Festivals?
Clubs «fägen» am meisten. Die Atmosphäre ist am intimsten und man ist nahe beim Publium. So nahe, dass man den Leuten in die Augen schauen kann. Klar sind Open Airs auch gut, aber bei grösseren Festivals habe ich den Eindruck der Massenabfertigung.

Ist ein neues eigenes Album von Ihnen geplant?
Ja. Das Album mit dem simplen Titel «Capitanio» erscheint am 22. April. Auf dem Album werden Mundart-Eigenkompositionen sein. Das Lustige am neuen Album ist das CD-Cover, auf dem meine Mutter Renate Capitanio als Teenager mit ihrer Gitarre zu sehen ist. Auf dieser Gitarre habe ich gelernt zu spielen (Bild unten, Anm. der Redaktion). ​

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Kommentare

Danke für den Hinweis. Das Foto ist nun noch angefügt worden in der Bildergalerie
Im letzten Abschnitt des Interview erwähnen Sie das Foto vom Cover wo die Mutter von Mario Capitanio zu sehen sei. Wo ist das Foto?

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